Einjähriger Beifuss

Einjähriger Beifuss

Volksnamen: Qing – Guo . Diese Pflanze kommt ursprünglich aus China und Vietnam dort ist sie schon seit tausende Jahre als Heilpflanze bekannt.

In Europa ab den 340 v. Ch., da wurde sie in einen alten Heil Buch das Erste Mal entdeckt.

Erst Mitte der 1970 Jahre wurde diese Heilpflanze wieder aktiviert. Durch die Corona Pandemie erhält sie wieder einen großen Stellenwert in der Phytotherapie. Derzeit laufen Wissenschaftliche Studien in Deutschland, wegen der Wirksamkeit gegen das Corona Virus. Artemisinin soll der Inhaltsstoff sein der gegen Malaria wirkt.

Drogennamen: Artemisia wormwood, Annual Mugwort

Pflanzenart: Korbblütler

Inhaltsstoffe: ARTEMISININ ätherische Öle, Flavonoide, Cumarin, Menthol, Thymol, Beta – Sitosterol

Eigenschaften: blutstillend, fiebersenkend, fungizid, antibakteriell.

Anwendungsbereich:  gegen Malarianebenwirkungen, Blähungen, Durchfall, Menstruationsbeschwerden, Erkältung, Fieber.

Signaturlehre: Durch seinen Erdverbunden roten Stiel zeigt er uns das Blut unterstützend wirkt und gegen leiden bei Verletzungen und Menstruationsbeschwerden hilft.  Seine zarten federähnlichen Blätter symbolisieren uns die stärkenden Wirkung auf das Immunsystem.

WICHTIG: In der Schwangerschaft soll der Beifuss gemieden werden. Gerade in der Frühschwangerschaft.

Hautkontaktallergien bei empfindlichen Menschen möglich.

Auch gab es Fälle das ein Asthmaanfall ausgelöst wurden. Gerade die Pollen können allergische Reaktionen auslösen.

Magisch:  Alle Beifuss Gewächse gehören zur weißen Magie.  Jede Hebamme hatte früher ein Säckchen Beifuss bei sich um die Geburt zu segnen, es erleichterte die Geburt und half auch der Gebärenden das die Nachgeburt besser abging.

Räuchern: Mächtiger Schutz gegen die Mächte der Finsternis

Stein:  Aventurin

Patron: Erzengel Michael

Verwendung:  Als Tee, Tinktur, Räucherwerk. Küchenkraut.

Teezubereitung: 250 ml Heißes Wasser wird über 1 Teelöffel Drogenkraut gegossen ca. 3 bis 5 Minuten ziehen lassen. Abseihen schluckweise trinken. 3 Tassen täglich nicht länger als 5 – 6 Wochen. Der Tee soll nicht gesüßt werden. Kuranwendung.

Samen Tee: Ein halber Teelöffel Samen mit heißem 250 ml Wasser übergießen, 5 min ziehen lassen. Gegen Verdauungsprobleme und Blähungen und Magen- Darmkrämpfe.

Herstellung Tinktur: 250 ml Korn in ein Marmeladeglas füllen, 2 Esslöffel Beifusskraut.  28 Tage ziehen lassen. Tägliches schütteln.  Abseihen und in dunkel lagern. 20 bis 25 gtt in ein Glas Wasser geben und schluckweise trinken.

Anbau im eigenen Garten: Die Samen werden zeitig im Frühjahr angepflanzt, vorkultivieren im Haus, danach im späten Frühjahr auspflanzen. Mann kann ihn auch im späten Frühjahr direkt in den Garten sähen da kommt es auf die Geografische Lage an. Hier bei uns im Gebirge wird er nicht richtig.

Je Nahrungsarme der Boden ist um so stärker ist sein Wirkstoff.

Erntezeitpunkt bevor die Pflanze Blüht.  Samen im Oktober.

Im Internet sind Bücher und Tee sowie Tinkturen zu bekommen. Gerade in der Erkältungszeit ist dieser Tee ein wahrer Helfer.

In Europa ist sein Bruder der wilde Wermut. Beifuß – Artemisia vulgaris. In der bäuerlichen Küche wurde ein Wermutwein hergestellt der an besonderen Feiertagen getrunken wurde.  Hildegard von Bingen erwähnte diese Pflanze in ihren Werken.

 In der Küche als getrocknetes Kraut verwendet, Gänsebraten, Schweinebraten wurden damit gewürzt und wahren dadurch leichter verdaulich. Wermutwein, Spezialrezept. Fast jeder Bauernhof hatte sein eigenes Hofrezept. Ein eigener Bericht wird folgen

Kürbis in aller Munde

Seit dem 16 Jahrhundert in Mitteleuroppa, kommt aus Ägypten 2500 v. Ch schon kultiviert worden, ebenso schon in Amerika bei den Naturvölkern im 16 Jahrhundert kam der indianische Kürbis nach Europa.. 800 verschiedene Sorten.

Alleine die vielen verschiedenen Arten von Kürbisen begeistert mich sehr.

Der Muskatkürbis, bei diesem muss die Schale entfernt werden, er hat einen leichten Muskatgeschmack dadurch die Namensgebung. Ich verwenden Ihn für Suppen, als Zuspeise für Kuchen.

Der lange Neapel, ist einer mit wenig Kernen, kann sehr gut zu scheiben geschnitten werden auch da die Schale entfernen.

Der Hokkaido ist mein lieblings Kürbis da kann man ja alles verwerten auch die Schale.

Butternusskürbis (Birnenkürbis), diesermuss geschält werden hat aber einen dezenten Buttergeschmack durch sein Fruchtfleich, ich nehme ihn gerne für Süßspeisen her.

Steirischer Ölkürbis, dieser enthält sehr viel Kerne die für das Steirische Kürbisöl verwendet werden ebenso lassen sich diese Kerne hervorragend rösten. Nussiges Aroma für Marmelade oder Soßen gut verwendbar.

Es gibt noch viele weitere Kürbissorten hier nur ein kleiner Einblick.

Volksnamen: Winterkürbis, Sommerkürbis, Gemeiner Kürbis, Feldkürbis, Türkenkopfsamen, Plutzer, Rundgurke, Plutzersamen.

Drogennamen: Curcurbita pepo

Inhaltsstoffe: Proteine, Enzyme, Fette, Mineralstoffe, Kalium, Eisen, Zink, Kalzium, Selen, Vitamine: B, E, C. Karotinoide.

Eigenschaften: Wundheilend, Harntreibend, Prostatastärkend ( Öl und Kerne)

Signaturlehre: Seine Herzeförmigen Blätter simbolisieren uns die stärkende Wirkung der inneren Organe. Durch die Harntreibende Wirkung wurden Ödeme ausgeschwemmt. Die gelben Blüten zeigen uns die Nähe zur Sonne und des Mondes. Gegensätze. Die Farbe der Frucht orange bis rot grün und gelb die Verrbundenheit zur Erde und Vergänglichkeit.

Magisch: Traditionelle Flasche der Jakobspilger im Mittelalter. In Ägypten wurde sie ebenso als Flasche verwendet dadurch auch der Name Flaschenkürbis.. Kräuter und Pulver wurden von den Apotheker und Ärzten in China, in ausgehölten getrockneten Kürbise aufbewahrt. Sexualität und Sehnsucht wurden gesteigert.

Räuchern: Ich habe ihn noch nie geräuchert

Stein: Heliotrop

Patron: Erzengel Gabriel

Verwendung: In der Küche von Süßspeisen bis Hauptspeisen und Zuspeise. Getrocknete Kerne zum Knabern. Medizinische Säfte, tabletten oder Kapseln zum Einnehmen um die Prostata zu stützen. ( z. B. Dr. Böhm – Kürbis.)

Schnelles Kürbisrezept für den Ofen.

1 Hokkaido Kürbis ca. ein halbes Kilo, ebenso Kartoffer (bei. mir sind das die Lungauer Erchtling) ein halbes kilo, Kräutersaluz, Pfeffer, Olivenöl.

zubereitung: Ich koche die Kartoffel geschält weich im Topf. Dann lass ich sie kurz überkühlen, schneide sie in viertel. Nunwird der Kürbis in Spalten geschnitten und die Kerne zu Seite gestellt.

Den Ofen auf 180 Grad Umluft einstellen, wenn die Hitze erreicht ist das Blech für 15 bis 20 min. in den Ofen schieben.

In der Zwischenzeit, Hüttenkäse mit verschiedenen Gartenkräuter ca 1 Eßlöffel voll, 1 Teelöfel Kurkuma und 1/2 Teelöffel süßen Paprikapulver vermischen. Wer es scharf möchte kann noch weißen Pfeffer dazugeben so nach eigen Geschmack.

Nun wird die Speise angerichtet.

Kürbissuppe, ich mache gerne aus den Resten des Hauptessen eine Kürbissuppe, ich gebe die Reste in einen Topf mit ca 300 ml Wasser nun püriere ich das Ganze und schmecke es mit Salz und Sahne ab.

Kürbiskerne: Die Kürbiskerne lege ich über Nacht in Wasser ein damit sich das restliche Fruchtfleisch löst. Nun seihe ich die Kerne ab und lasse diese trocknet, danach reible ich sie fest mit einer Küchenrolle ab damit das restliche Fruchtfleisch auch noch weg ist. Nun röste ich die Kerne in einer Pfanne mit 1 Eßlöffel Butter und Salz je nach Kernmenge ich habe bei der Menge 1 Tellöffel verwendet, (siehe Foto),für ca 15 bis 20 min. Gut umrühren damit sie nicht verbrennen mittlere Stufe beim Herd. Im Ofen 200 Grad für ca 10 min in der Halbzeit einmal durchmischen. Das geht sehr gut mit dem Hokkaido oder dem sterischen Öl Kürbis da sind die Schalen nicht so hart und man kann sie gut essen (Balaststoffreich)

(Der Beitrag enthält Werbung)

Der Express Hustensaf

Es ist Wochenende, mein Mann bekommt einen Reizhusten, wir sind nicht daheim, wo ich meine getrockneten Kräuter habe. Was tun? Ich habe von einer Bekannten, einen Kräutertee bekommen.(Atemfrei von Willi Dungl) Die Inhaltsstoffe, wie Thymian, Salbei, Kamille, Pfefferminze, Krausminze, Spitzwegerich, Süßholzwurzel und Hagebutte fand ich sehr gut zusammen gestellt. Nun erinnerte ich mich, an das Haus Rezept meiner Oma.

OMAS Hustensaft

Zutaten: 200 g Zucker (kann natürlich auch Rohzucker sein) , 8 g getrocknete Hustentee Kräuter. 300 ml Wasser.

Man kann jeden anderen Husten Tee verwenden.

Zubereitung : der Zucker muss geschmolzen werden unter ständigen rühren am besten in einem Topf der hoch ist, dann das Wasser dazu geben, Achtung es kann spritzen, deswegen den hohen Topf. FEST rühren, dann kommen die Kräuter dazu, 10 min mit zugedeckten Deckel ziehen lassen. Abseihen in ein Glas oder Flasche abfüllen. In den Kühlschrank stellen. Täglich bei Husten und Verschleimung 3 mal 1 Esslöffel einnehmen.

Fermentation mit Salz

Diese Art um Lebensmittel Haltbar zu machen hat eine jahrhundertelange Tratidion in der bäuerlichen Gesellschaft.

Was sollte man tun die Winter waren hart in den Bergen, man musste eine Lösung finden um die Lebensmittel Haltbar zu machen um die Familie mit ausreichender Nahrung über den Winter zu bringen. Es gab ja noch keine Kühlschränke oder Tiefkühltruhen, auch die Konservendosen kannte man in den Bergen noch lange nicht es gab, Holzfässer, Tonfässer, oder Glasbehälter. Das Rexglas 1908 wurde es erfunden, gab es bald auch in der Bäuerlichen Küche zu sehen. Glasdeckel mit Gummiring und Eisenverschluß eignete sich wunderbar zum einlegen von Obst und Gemüse, Man konnte darin Lebensmittel durch Hitze haltbar machen sowie durch die Fermentierung. Die bäuerliche Gesellschaft wusste gar nicht welche wichtige Nahrungsquelle sie da erschlossen hatten. Durch das Fermentieren werden die Milchsäurebakterien aktiv und setzten den PH – Wert des Ansatzgemüse herab, dadurch sterben die schlechten Bakterien ab. Es werden Stoffe umgewandelt dabei ist das Endprodukt Alkohol, Gase, Säuren die das Lebensmittel haltbar machen. Nicht immer muss man Bakterien, Pilze dazugeben oft befinden sich die Helferbakterien schon auf dem Gemüse. Milchsäurebakterien sind kleine Mikroorganismen die unseren Darm helfen gesund zu bleiben. So nebenbei wird durch das Fermentierte Essen das Hunger und Sättigungsgefühl geregelt. (Heißhungerattaken). Besondere Vitamine wie die Folsäure und Vitamin B 12. Die in den Ausgangsprodukten noch fehlten. Durch das Fermentieren bleiben Polyphenole, Vitamine C und Minerale vermehrt erhalten. Auf unseren Körper wirken Fermentierte Lebensmittel, Immunstärkend, Darmstärkend, bekömmlicher.

Aufpassen sollte man wenn eine Histaminintolleranz vorliegt , da kann es zu Nebenwirkungen kommen. Jedoch profitieren Menschen mit Laktoseintoleranz, da Joghurt und Sauerteigprodukte leichte vertragen werden.

Fermentierte Lebensmittel sind:

Joghurt, Kefir, Sauerkraut, Sauerteig, Wein, Bier, Essig, Trockenfleisch…..

Du benötigst: Sauberes Schneidbrett, Messer oder Reibe, Einmachglas (Rex),

Beschwerdegewicht, wie Teller, Gläser oder 2 Jausensäckchen aus Plastik wenn du kein passendes Gewicht hast. Wasser, Salz unraffiniertes ohne Jod. Steinsalz oder Meersalz finde ich persönlich am Besten. Gewürze, hier kannst du gerne Experimentieren. Bio – Gemüse, Bio Obst. Harte Gemüsesorten (Kraut, Fenchel, Zwiebel, Rote Rüben, Karotten, Radieschen). sind für den Anfang besser, geübte können sich schon an weich Gemüse wagen.( Tomaten, Gurke, Paprika, Wichtig diese brauchen natürlich eine höhere Salzmenge zum Fermentieren.

Zubereitung: Schneide das Gemüse in kleine Streifen, Vierecke, oder Hoble es fein.

Stelle nun die Salzlacke her. Richtwert ist 1 Liter Wasser mit 20 g Steinsalz oder Meersalz mischen. Die Salzlake soll zwischen 2% und 3,5% liegen.

Gewürze wie, Pfefferkörner, Senfkörner, Lorbeerblätter, Koriander, Dill, Petersil, Schnittlauch, Rosmarien, Ysop. auf den Boden des Einmachglases geben. Zusatzgeschmack: Knoblauch, oder Zwiebel.

Nun wird das Geschnittene Gemüse in das Glas gegeben.

Nun die Salzlake hineingeben immer wieder schütteln damit die Lacke überall hinkommt und die Luft entweichen kann.

Beschwäre das Gemüse mit dem Gewicht.

Schließe das Glas ohne den Bügel zu , aber gebe den Dichtgummi heraus damit die Luft entweichen kann.

12 bis 16 Tage an einem kühlen Ort bestens im Keller. Fermentierungstemperatur liegt zwischen (13 und 22 Grad.) tägliche Blickkontrolle, nach einiger Zeit verfärbt sich das eingelegte Produkt es steigen keine Luftblasen mehr auf die Lake wird trüb. Dann kann man davon ausgehen daß, das Produkt nun fertig ist.

Wichtig:

Reinige mit abkochten Wasser das Glas, das Messer, die Reibe und das Schneidbrett.

Die Gläser nicht fest verschließen, weil ja das Gas entweichen muss. (Explosionsgefahr bei dichtverschlossenen Gläsern)

Das Gut muss immer mit der Salzlake bedeckt werden, ansonst nachgießen mit einer Salzlake.

Stelle immer darunter eine Schale weil es gerne überrinnt, durch den Gärungsprozess.

Verwende kein Metal, wie Metaldeckel die oxidieren.

Gurke eingelegt in 3,5 % Salzlake

1 Gurke ca 1/2 kg. 1 Liter Wasser 35 g Salz , Lorbeerblätter, Pfefferkörner, Kümmel, Wachholder, Thymianzweig, Basilikumblätter, Ysop, Knoblauch und Zwiebeln kleingeschnitten.

Richte als erstes die Salzlake, das Salz benötigt einige Zeit um sich vollständig aufzulösen.

Danach Gurke, in Würfel oder Streifen, Zwiebel und Knoblauch in grobe Würfel schneiden.

Gebe in das ausgewaschene Glas mit kochendem Wasser, die Gewürze hinein, dann Zwiebel und Knoblauch und nun kommt die Gurke hinein. Entweder geschlichtet oder in Würfel geschnitten.

Nun fülle die 3,5% Salzlake darauf, lege ein Jausensackerl mit Wasser gefüllt darauf doppelt in ein Jausensackerl, das kein Wasser herauskommt, Schließe den Deckel ohne Bügelverschließen. Weil sehr viel Vergärungsgase entstehen können. Tägliche Kontrolle, daß das Gemüse bedeckt ist schütte sonst von der aufbewahrten restlichen Lake dazu ,das es wieder bedeckt ist.

Hier sieht man die Sackerl Methode.

Fertig ca 10 bis 20 Tage ist das Fermentieren abgeschlossen. Siehe oben